Von Merzouga aus wählten wir eine tolle Sandpiste nach N‘Kob am Fusse des Jebel Sarhro. Da es auch in dieser Wüstenlandschaft viel Niederschlag gab, rieten uns die Einheimischen, möglichst nördlich zu fahren, da ansonsten kein Durchkommen über den immer noch matschigen feuchten Abschnitt in der Nähe des Flusses sei. Zwei Tage waren wir alleine auf weiter Flur. Kamele begleiteten uns zeitweise, weideten im grünem Grad samt Blumenpracht und dies inmitten dieser kargen Landschaft. Wir konnten uns nicht sattsehen über die vielen Kontraste in dieser fantastischen und manchmal fast unwirklichen Gegend. Und dann trafen wir bei Ali und seiner Familie auf ihrem kleinen liebevoll gestalteten Camping in N’Kob ein. Da das Wetter wieder „up and down“ spielen wollte, legten wir an diesem wunderschönen Ort erstmals eine Verschnaufpause ein und genossen ihre grosse Gastfreundschaft. Sternförmig konnten wir hier Wandern und Biken und im Dorf die über 40 Kasbahs, welche teils renoviert sind, erkunden. Mit Kasbah bezeichnet man Festungen und Wohnburgen aus Lehm, welche Ende des 19. / Anfang des 20. Jahrhunderts von berberischen Stammesführer errichtet wurden und zum Schutz vor Angriffen sowie als Verwaltungszentren dienten. Viele sind leider verfallen, doch einige konnten gerettet werden und dienen heute oftmals als einfache Gasthäuser und sind nach wie vor in Privatbesitz. Von N‘Kob aus drehten wir eine viertägige Runde über den Tizi n‘Tazazert Pass ins Rosental weiter über eine einsamste Piste in die Gorges du Dadès und Gorges du Todra und wieder zurück über abgeschiedenen Pisten am eindrucksvollsten Gebierge des Jebel Sarhro entlang zu Ali. Kein Wunder nennt Ali seinen Platz „Land of Dreams“, denn auch für uns wurde sein Platz etwas Besonderes. Wir genossen die interessanten Gespräche über Marokkos Alltag und seinen Herausforderungen. Ihre Bescheidenheit und zugleich grosse Dankbarkeit an einem für sie schönsten Ort der Welt leben zu dürfen ist gross und beeindruckte uns sehr. Das einfache Berber-Essen im Kreise der liebevollen Familie war neben diesem schönen Platz auch ein Traum für Sinne und Herz, welches wir mitnehmen dürfen für unsere Weiterreise in den Süden und für unser Leben.






















































