bushcruiser

Der Weg ist das Ziel

Marokkos Mittelmeerküste -Europa schon in Sichtweite 🇨🇭



Unsere letzten Tage wollten wir noch an der wunderschöne Küste des Mittelmeeres verbringen. So steuerten wir den Cruiser Richtung Norden und schnappten uns noch die grün eingezeichneten Routen in der Michelin Karte heraus. Diese führte uns über Targuist im Rif-Gebirge in den Parc Nacional d’Al Hoceima nach Cala Iris mit fantastischem Blick auf das azurblaue Mittelmeer. Es war der Hammer und von unserem Platz aus konnten wir beim Znacht den über 20 Delfine zuschauen, die sich spielend im Wasser vergnügten. Über Taghessa ging es dann nach Tetouan. Diese Küstenstrasse war einfach atemberaubend. Immer wieder zeigte sich die Landschaft mit seinen Kliffen in neuem Glanz. Extrem überraschte es uns, wie einsam sich dieser ganze Küsteabschnitt zeigte. Einige wenige kleine Dörfer am Wegesrand und immer wieder den Blick aufs das Meer, wo wir kein einiges Fischerboot oder eine Fähre sehen konnten. Tétouan war dann unsere letzte Stadt. Noch einmal tauchten wir ein in ihre recht authentische Medina mit angrenzendem spanischen Viertel. Dieser Mix vom arabisch-marokkanischen und den schönen Bauten aus der Zeit des spanischen Prodektorats (von 1912-1956) gefiel uns richtig gut und es schien ein wunderbarer Ausklang zu sein. Irgendwie nochmals von allem etwas mitnehmen und fest in unseren Herzen einbrennen im Wechselbad unserer Gefühle „hei, unser Reise neigt sich definitiv dem Ende entgegen“ 😘 Und selbstverständlich durfte ein letztes Tajine in einem netten kleinen Restaurant auf einer marokkanischen Dachterrasse nicht fehlen. Letzte afrikanische Kilometer nahmen wir unter bushcruiser’s Räder und es ging spät abends direkt aufs Hafengelände von Tanger Med zum Übernachten, denn am nächsten Tag lief unsere Fähre der Grande Navi Veloci nach Sète aus. Das grosse Boot brachte uns in 42 Stunden back to Europe. Wir schätzten die erholsame Fahrt sehr, zumal das Schiff gefühlt nicht mal halb voll war, es absolut Ententeichmässigl ruhig war, die Delfine uns mehrmals begleiteten, wir das Deck bei Sonnenschein geniessen konnten und auch die Zollabfertigung in Tanger Med wie auch in Sète absolut reibungslos und speditiv verlief. Die letzten 730 km nach Baubu waren nach unseren gefahrenen knapp 12’000 in Africa fast nur noch ein Spaziergang. Unfallfrei und gesund zu Reisen, dies ist auf diesen Strassen keine Selbstverständlichkeit. Mit überaus grosser Dankbarkeit in unseren Herzen für unsere unvergessliche Zeit, freuten wir uns riesig auf unsere Liebsten in der Heimat.
Einmal mehr spüren wir, wo unsere Wurzeln sind und mit dem vertrauten „baubeler Chileglüt“ fühlen wir uns in unserem schönen Daheim wieder angekommen.

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Thema von Anders Norén