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Der Weg ist das Ziel

Marokkos Gebirgsketten

Unsere Reise führt uns nun in den Hohen Atlas mit seinen doch beachtlichen 4000-er. Ja, und bei so vielen Bergen kommt sogar etwas Heimweh bei uns auf 😘. Unterwegs im Ourika Tal bei Christine Ferrari tauchten wir ein in das von ihr geschaffene kleine Paradis du Safran. Die Safranfrau aus Basel, wie sie sich nennt, lebt seit 2012 hier in dieser herrlichen Umgebung. Es wachsen auf ihrem Grundstück Bio-Safran und gegen 100 Heilkräuter. Auf einem Rundgang durften wir in eine Welt eintauchen und unsere Sinne auf neue Art wecken, bevor es dann hoch hinauf ging. In der wunderschönen Umgebung von Oukaimedan auf 2200 m fanden wir eine schöne Bleibe für uns ganz alleine in den Zederwäldern des Hohen Atlas. Für uns überraschend ist es Morchelzeit und die Locals versorgten uns täglich mit frisch gesammelten Pilzen. Wir durften per Bike die Berge bis auf 3100 müM erkunden. Auch ist es das einzige Skigebiet von Marokko und offenbar herrscht da in diesem kleinen Ort im Winter richtig Hochbetrieb. Bei schönster Weitsicht führte uns unsere Route ins nächste Tal über Imlil nach Ouirgane. Und von da über den Tizi-n-Test auf die Südseite ins fruchtbare sonnige Tal zwischen den beiden Atlas-Gürtel. Über zwei weitere Tizis konnten wir dann über den Anti-Atlas Rücken bis nach Ouarzazate folgen. Langsam aber sicher fühlten wir uns wie Pensionierte, die sonntags eine Pässefahrt machen. Nein, ganz so schlimm ist es natürlich nicht. Die Gegend ist ja so unglaublich abwechslungsreich. Mohn-, bunte Blumen- und Weizenfelder kreuzten unseren Weg, die Landschaft mal bizarr, mal mit roter Erde, Palmen- und Olivenbäume, schneebedeckte Berge des Toubkal-Massives in der Ferne und immer wieder Dörfer mit Moschee an den entlegensten Orten, Frauen die ihre Wäsche im Bach waschen, Hirte die Ziegen und Schafe halten. Einfach unbeschreiblich und fantastisch. Wir fühlen uns manchmal wie in einer Bubbel, in einem Schauspiel, das Moderne und noch so viel Traditionelles vereint. Ouarzazate und seine Umgebung ist dann auch so ein Schauspiel im wahrsten Sinne. Eine „Glitzerwelt“ inmitten der Wüste, die Filmindustrie, wo Gladiator, Moses und noch viele weitere Verfilmungen in dieser unglaublichen Landschaft gedreht wurden. Marokko bietet offenbar optimale Bedingungen und die Lichtverhältnisse gehören zu einer Einmaligkeit, dass sich hier die grossen Studios einmieten. Mal auf der Main-Route wie über den Tizi-n-Tichka und dann wieder auf Wald- und Wiesenwegen geht es schön gemächlich zu den Cascades Ouzoud im Mittleren Atlas. Die Umgebung ist fantastisch mit ihren Felsen und der Wasserfall auch für uns Schweizer wirklich beeindruckend. So hat sich der Kreis unsere Rundfahrt durch die drei Atlas-Massive im Circle fast geschlossen. Unser Heimweh ist etwas gestillt und wir dürfen uns nun auf noch 1 – 2 schöne Highlights im Norden des Landes freuen.

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Thema von Anders Norén