Nette Menschen – Grosse Wüste – Unglaublich viel Sand – Notwendige Fiche – Korrekte Polizisten und viele Polizeikontrollen – Nichtendender Zug – Eine Hauptstadt, die diese Bezeichnung wenig verdient -Viele Kamele, Ziegen, Kühe und Eselkarren auf den Strassen – Sonstige Superlative – Gewuschel, Gedränge, Warterei an der Grenze – Und einfach unglaublich heiss
Aber alles schön der Reihe nach:
Die Ausreise aus Marokko verlief früh morgens recht zackig. bushcruiser musste durch den Scanner und wir drei wurden durchgewunken. Auf der mauretanischen Seite gings dann so richtig los mit der Stepelei, Roadtax, Visa und E-Visa, Versicherung fürs Fahrzeug und natürlich das Wichtigste Money-Change. Doch alles in allem konnten wir uns glücklich schätzen, denn wir waren in knapp vier Stunden durch. Nicht schlecht, yähh. Alles ist etwas chaotischer hier in Mauretanien. Die Autos definitiv noch etwas älter, der Abfallberg ist leider noch etwas grösser und das System muss man nicht wirklich verstehen. Ja, wir sind tatsächlich in Africa angekommen 😉Und auf gings auf die lange Route du Train Richtung Osten. Diese 450 km lange Sandpiste führt der bekannten Eisenerz-Bahnlinie an der Grenze zu Westsahara entlang. Wow, vier unvergessliche Tage. Wir und dieser 2.5 – 3 km langen Zug, der sicher einmal täglich am Horizont auftaucht schlossen geradezu eine fiktive Freundschaft. Das Tuckern dieses Zuges, den man schon hört bevor man ihn sieht in dieser unglaublichen Landschaft beeindruckte uns sehr. Entweder man liebt die Wüste oder man hasst sie. Wir gehören definitiv zu den ersteren 😉. Der Ben Amira, der zweitgrösste Monolithen nach dem Ayers Rock, war für uns dann nochmals ein Highlight und die Besteigung bei knapp 40 Grad schon fast eine Meisterleistung. In Atar bei Leonie genossen wir ihren schönen schattigen Garten samt herrlicher Dusche. Ihren Camping führt sie seit dem Tod ihres Mannes vor 1 Jahr alleine. Eine wunderschöne Oase inmitten der Wüste und Treffpunkt der Travellers. Es wäre ein guter Ausgangspunkt, um von hier aus noch einige Saharatouren zu unternehmen. Da es aber leider zu unserem Zeitpunkt keine anderen Reisende hatte, verzichten wir darauf, denn nur mit einem Fahrzeug war es uns definitiv zu gefährlich. Also next time 😉, dies haben wir uns versprochen! So ging es zügig nach Nouakchott, der Hautstadt Mauretaniens. Mhhh, wir waren schon etwas geschockt. Der Strassenzustand, die vielen Kinder, kein Hauptplatz, den man in einer Hauptstadt erwarten würde oder ein Unabhängigkeis-Wahrzeichen… Das einzige huge-grosse Gebäude war natürlich mal wieder die US-Botschaft und nicht zu übersehen. Die Schweiz hat übrigens keine Vertretung in diesem Land. Mit ein Grund, dass die Schweiz von Reisen nach Mauretanien abrät. Nach unserer Einschätzung ist das Reisen in Mauretanien aber absolut unproblematisch, wenn man von den Grenzgebieten nach Algerien und Mali absieht. Und so zog es uns südwärts in den Parc National du Diawing direkt an der Grenze zu Senegal, wo wir uns in ein neues Abenteuer stürzten. Yähh, aufgeht‘s auf 7 Rädern.

































