Die Region Dhofar, die südlichste Region des Omans, wird als einizgartige Kombination von Küstenebenen am arabischen Golf, steilem Küstengebirge und ausgedehnten Wüsten geprägt und die Provinz umfasst etwa ein Drittel der omanischen Fläche. Dhofar zeichnet sich durch das subtropische Monsunkllima in unseren Sommermonaten aus, das Nebelwälder, Palmenhaine und Wasserfälle in den Bergen entstehen lässt. Die Landschaft verzaubert sich dann in einen grossen grünen Garten und zieht ab Juni vor allem Touristen aus den arabischen Halbinselländer und Saudis an.
Ohne dass wir es merken, dass wir uns nun im Dhofargebiet befinden, spüren wir…. Hier tickts irgendwie etwas anders. Die Strände sind sauber gefegt und überall hat es Mülltonnen, die auch benutz werden. Der Abstecher ins Wadi Ash Shuwaymiyya fasziniert und riesig. Die canyonartige Schlucht, Berge die aussehen wie Meringues, die gepudert sind mit Milchschackolandenpulver, pilzähnliche Formationen und das saftige Grün der Palmen und Tropfsteine…. Es ist einfach fantastisch. Die zweite Nacht verbringen wir am Fusse des Jabal Samhan , dem höchsten Berg der Dhofar-Berge in einem Naturschutzgebiet. Das Nachtgebet sprach der Imam aus dem nahegelegenen Dorf und der arabische Wolf doppelte gleich nach. Ja, richtig. Als er uns dann morgens bei Sonnenaufgang nochmals sein Heulen darbot, waren wir uns sicher, denn den Wolf lebt in diesem uns diesem Gebiet noch. Zuerst Kuhherde, dann Kamele oder beides zusammen…. , das übliche Morgenritual, einfach perfekt. Unsere Fahrt dehnten wir aus ganz in den Westen, soweit es ging, an die Grenze von Yemen. Auf dieser Strecke passiert man auch alle paar km einen Militärposten-Checkpoint, denn der Handel zwischen Oman und Yemen wird dank des grossen Hafens von Salalah rege genutzt und stark kontrolliert. Die Landschaft einmal mehr beeindruckend. Riesige Kliffen fallen senkrecht über 500 m ins tosende arabische Meer. Kurze Abstecher an die Küste sind halt nicht so kurz wie sie scheinen, denn die Strecke führte uns auf top ausgebauten, teils neuen Strassenführungen durch gewaltige Schluchten an ein ruhiges kleines Fischerdorf. Und immer treffen wir auf sehr freundliche Menschen, die uns in ihrem Land willkommen heissen. In Salalah genossen wir mal wieder die Vorzüge des Citylebens gespickt mit arabischem Flair. Die zweitgrösste Stadt Omans mit seinen karibikähnlichen Stränden ist ein beschaulicher und sehr fruchtbarer Garten Eden. Im Schatten der riesigen Dattelpalmen gedeihen Papayas, Mangos, Bananen, Paprika und Gemüse aller Art. Die Gärten sind komplett integriert neben Sultans Palast, grosser Moschee, Weihrauchsouq und sehenswerten Museen. Ein herrlicher Ort einmal mehr mit sehr hilfsbereiten Locals, die besorgt um uns sind, wenn wir mal wieder in der grössten Hitze unseren Spaziergang machen. Zu Fuss durch die Gärten zu schlendern, im Strandcafé einen frischen Mangosaft zu geniessen und vor allem wieder einmal viele Menschen um uns zu haben, das ist halt auch spannend. Hier konnten wir auch unsere Auspuff-Aufhängung schweissen, hoffen wir jetzt nach dem zweiten Anlauf hält es bis Muscat. Nun zog es uns weiter über den Weihrauchgarten nordwestlich von Salalah auf in die Ödigkeit des Hinterlandes wieder gegen Norden. Wir sind überzeugt mit dem landschaftliche Juwel im Herzen wird uns selbst die boring rout, wie sie von allen beschrieben wird, gar nicht so öde erscheinen. Und siehe da, nach einer Nacht am Rande des „Leeren Viertel“ wie diese riesige Sand-Wüste hier genannt wird, die sich über Saudi-Arabien, Yemen und Oman erstreckt, tauchen bereits die ersten rötlich, gelben Sanddünen am Horizont auf. Da kommt alles andere als Langeweile auf! Ämu bestemmt ned bis Flury’s !!!!

































