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Der Weg ist das Ziel

Auf zur Bärensuche …

 – lass die Räder rollen hinunter in den Süden nach Vancouver


Hyder, da wollten wir natürlich noch hin. Hyder ist quasi eine Enklave von Alaska und wird liebevoll „die schönste Ghosttown von Amerika“ bezeichnet … Es ist Lachszeit hier im Norden und so wollten wir unbedingt noch den Bären beim Lachs fischen zuschauen. Das war einfach absolut der Hammer. Wir verbrachten Tage am Fishcreek und warteten auf die Schwarz- und Braunbären. Uh, wie war es bitterkalt morgens um sechs, aber dieses Spektakel liessen wir uns nicht entgehen. Sooo super, wir waren total begeistert. Wir trafen viele interessante Leute und konnten den Lachsen beim Laichen zuschauen. Der Kreislauf dieser Fische, dass sie nach 4-6 Jahren im Meer wieder zurück zu ihrem Geburtsfluss zurückkehren ist hochinteressant und für uns drei war es ein spannendes und tolles Erlebnis.
In Hazelton machten wir bereits nochmals einen Zwischenstopp und besuchten die traditionellen  Totem Poles von den Indianern. Diese 200-jährigen Totenpfähle stehen ganz abseits ohne grosses Drum herum in einem Indianerdorf. Und in Moricetown, etwas südlicher, konnten wir den Indianern zuschauen, die das Recht erhalten haben, nach alter Art in den Stromschnellen mit hakenbewehrten Stangen Lachse zu fischen.
Nun hiess es aber dann definitiv Kilometerfressern. Irgendwann mussten wir die vielen Kilometer in den Süden unter die Räder nehmen. So schlimm war es aber gar nicht, wie wir uns dies vorstellten. British Columbia ist wieder viel dichter besiedelt, das Wetter war super und so wurde die lange Fahrt immer wieder mit kleinen Zwischenstopps, Wanderungen und Badeplauschs  bereichert. „The beautiful British Columbia“, das steht schon auf ihren Nummernschildern, und so ist es auch, einfach wunderschön. Am schönen Horse Lake auf einem super Campingplatz direkt am See blieben wir nochmals für eine Woche hängen. Peter im Programmierfieber und Alessandra auf dem Abenteuerspielplatz mit vielen Kindern. Die sternenklaren Nächte einfach unbeschreiblich schön, Sterne und Milchstrasse zum Greifen nahe, und den Loon-Enten durften wir die ganze Nacht zuhören. Einen mystischen Klang verbreiteten sie über dem Lake in die Nacht hinaus.
Und siehe da, wer kommt noch gefahren…. ? Unsere Freunde Alex und Anne. Unsere Wege kreuzen sich bereits zum vierten Mal. Cool ! Sie zwei haben wir definitiv als Reise-Grosseltern in unser Herz geschlossen.
Weiter ging’s durch die wunderschöne Gegend nach Whistler. Natürlich wollten wir schon mal einen ersten Eindruck gewinnen, über den Austragungsort der Ski- und Rodeldisziplin der Olympiade Vancouver 2010. Das Buisness ist hoch im Kurs, überall wird noch gebaut und die letzten Vorbereitungen getroffen.
Vancouver…. Die Stadt hat uns wirklich super guet gefallen. Im Stanley Park erholten wir uns bei diesen heissen Temperaturen im Schatten der riesigen Regenwaldbäume und flanierten an der Hafenbucht. Das obligatorische Icecrème durfte natürlich auch nicht fehlen und so genossen wir nach diesem anstrengenden Tag das kühle Baden im Camping-Pool.
Denn schon am nächsten Tag brachte uns die Fähre von Horseshoe Bay nach Nanaimo auf
Vancouver Island. Ein grosses Erlebnis bereiteten uns die Orcas, die uns ein Stück auf unserer Schiffsreise begleiteten. Wow, soooo genial. Die  vielen Autos drängten sich aus dem Hafengelände und so schien es uns, geht’s auch auf der Insel weiter !!! Wir staunten nicht schlecht über die vielen Touristen…. Wir sind es uns wohl nicht mehr gewohnt nach unserem einsamen Norden-Trip ?!? Die Westküste war unser erstes Ziel und so genossen wir in Long Beach und Ucluelet wunderschöne Wanderungen durch diesen kalten Regenwald und an der Beach. Die riesigen Bäume und Nadelwälder direkt an der Küste beeindruckten uns sehr. Und irgendwie schien es uns, die ersten Vorboten des „Indien Summers“ spüren zu können.  Der kalte Wind des Pazifiks und die warme Luft vom Inland lassen oftmals einen dichten Nebel an der Küste hängen und dies erlebten wir hautnah am nächsten Morgen. Doch einige Kilometer landeinwärts war schon wieder Schwitzen angesagt. Victoria, die Hauptstadt Vancouver Island, und somit unsere letzte Station in Canada war unser letzter Part. Von da aus machten wir unsere Wahle Watching Tour. Mit dem Schnellboot ging’s weit raus auf die Suche nach den Walen. Aber irgendwie haben wir definitiv kein Glück für diese Spezies, denn es wollte sich kein einziges Tier zeigen. Peter war gar nicht begeistert, dass ich unbedingt am nächsten Tag nochmals rausfahren wollte. Ja, einige Überredungskünste brauchte es schon, dass wir sogar die Fähre nach Amerika umbuchten ! Aber es hat geklappt. Ein neuer Tag, ein neues Glück. Und siehe da, wir sahen einen wunderschönen Grauwal. Genial, also ich war mege happy… und Alessandra meinte dazu nur: So Mama, jetzt reicht’s, du hast ihn jetzt gesehen, deinen Wal. – Wenn dass nicht schon nach Vaters Munde tönt ?!
Das Timing ging auf, drei Stunden später lief unsere Fähre aus nach Port Angels in Washington – back to the states….

Canada was great …. !

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