{"id":377,"date":"2010-02-19T15:44:30","date_gmt":"2010-02-19T13:44:30","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bushcruiser.ch\/?p=377"},"modified":"2018-12-13T10:21:36","modified_gmt":"2018-12-13T08:21:36","slug":"tierra-del-fuego-und-zuruck-zu-den-anden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.bushcruiser.ch\/?p=377","title":{"rendered":"Tierra del Fuego \u2013 und zur\u00fcck zu den Anden"},"content":{"rendered":"<p>Mit der F\u00e4hre ging\u2019s also auf die Insel Feuerland,<\/p>\n<p>ngg_shortcode_0_placeholder<!--more--><\/p>\n<p>dem s\u00fcdlichsten Ziel unserer langen Reise. Die \u00dcberfahrt von Punta Arenas nach Porvenir war einmal mehr windig und st\u00fcrmisch, halt so richtig patagonisch! Unser erster \u00dcbernachtungsplatz auf der Insel direkt an der Magallan-Strasse daf\u00fcr aber einfach perfekt. Nat\u00fcrlich wollten wir bis Ende Januar in Ushuaia sein, denn wenn schon dann schon. Der Geburtstag von Peter wird am s\u00fcdlichsten befahrbaren Zipfel der Erde gefeiert. Auch da gibt\u2019s Sacher-Torte und das p\u00fcnktliche Eintreffen von Chris und Silvia mit dem T\u00f6ff zur \u201ebig Party\u201c freute uns nat\u00fcrlich sehr. Ushuaia ist eine t\u00fcchtige industrielle und touristische Hafenstadt. Von hier starten die Schiffe zur Antarktis. Es schneite mal wieder ganz nach unten und es war einfach saukalt. Doch wir genossen die Tage im Nationalpark Tierra del Fuego und in der Umgebung sehr. Und die herrliche bergige Landschaft zeigte sich bei Sonnenschein mit einem frisch geputzten stahlblauen Himmel. Aber eben, nun wollen wir definitiv mal wieder W\u00e4rme sp\u00fcren. Welch ein Erlebnis, die Delfine und Pinguine begleiteten uns zur\u00fcck aufs Festland bei der \u00dcberfahrt der Magallan-Enge. Es galt noch zwei Grenzen zu meistern, denn der kurze Abstecher nach Chile war unumg\u00e4nglich. Und am Zollamt gab es f\u00fcr uns auch noch eine \u00dcberraschung mehr: Unser Cruiser hat doch tats\u00e4chlich einen Rahmenbruch. Ui, ui, ui, das sieht aber wirklich nicht sch\u00f6n aus. Diese sch\u2026. Strassen und sein doch in die Jahre gekommenes Chassis. Kein Wunder spricht Peter immer von \u201eMaterial schonen\u201c und fr\u00e4gt bei jedem Polizisten nach dem Strassenzustand. Die letzten 80 km wurden also sch\u00f6n langsam angegangen, da wollten wir sicher nichts mehr riskieren und sp\u00e4t abends fanden wir in Rio Gallegos ein Zimmer f\u00fcr diese Nacht. Am n\u00e4chsten Tag wurde das Ganze beim Schweisser wieder zusammen geflickt und schon konnte es weiter gehen. Ist ja klar, Alltagsprobleme hier in Argentinien, das ist doch kein Problem f\u00fcr die. Jetzt waren wir voll drin, in der Pampa Argentiniens. Der Sandsturm bei \u00fcber 100 km blies an uns vorbei und die L\u00f6cher in der Windschutzscheibe z\u00e4hlten wir schon gar nicht mehr. Die Gegend wirkte unwirklich und kahl, kaum zu glauben dass die Schafe, das einst \u201eweisse Gold von Patagonien\u201c, hier noch \u00fcberleben k\u00f6nnen. Estancia um Estancia, die riesigen Farmen wirkten teils verlassen und unbewohnt, manchmal sprang uns ein verstrubelter Hund hinterher. Der sch\u00f6ne PN Monte Leon war dann aber wieder eine wundersch\u00f6ne Abwechslung direkt an der atlantischen K\u00fcste. Herrliche Spazierg\u00e4nge am freundlichen, sandigen Klippenstrand und die riesige Pinguine-Kolonie waren absolut genial. Der ganze Strand war voll mit den herzigen Magallan-Pinguinen und wir mit ihnen ganz alleine. Die Ruta 3 f\u00fchrte nun etwas landeinw\u00e4rts in den Norden und so machten wir den zweiten Abstecher nach Pto. Deseado. Das Fischerdorf lebt haupts\u00e4chlich vom Tintenfischfang, denn das lieben auch die Pinguine so sehr. Von hier startete unser Bootstrip auf die Isla Darwin, resp. den R P Isla Pinguino. Der Besuch der Insel war f\u00fcr uns einer der H\u00f6hepunkte in Patagonien. Schon auf der Bootsfahrt sprangen die schwarz-weissen Delfine in den hohen Wellen mit uns um die Wette. Die vielen kleinen steinigen Inseln sind von Oktober bis M\u00e4rz bewohnt von Seel\u00f6wen und Pinguinen und hier sahen wir sogar noch einen K\u00f6nigs-Pinguin, der gestrandet war und abwarten musste, bis sich sein Fell erneuert hat. Es stimmte uns nachdenklich. Ist das \u00f6kologische Gleichgewicht so aus den Fugen geraten, denn der K\u00f6nigspinguin geh\u00f6rt definitiv nicht hier her?!? Auf der Insel machten wir uns zu Fuss auf zu den niedlichen Rockhopper-Pinguine. Es war so wunderbar, diese kleinen ulkigen Tiere zu beobachten. Und kaum um die Ecke trafen wir auf Seel\u00f6wen und See-Elefanten. Toll, wir waren sehr beeindruckt \u00fcber diese grosse Artenvielfalt auf einer so kleinen Insel. Die Halbinsel Vald\u00e9s war dann der Abschluss unserer Atlantikfahrt. Nach den grossen Eindr\u00fccken im S\u00fcden f\u00fcr uns fast etwas ern\u00fcchternd. Wir wussten, die Wale, die sich bis im Dezember an der K\u00fcste aufhalten sind bereits weitergezogen und mit kleiner Wahrscheinlichkeit waren noch Orcas zu beobachten. Die riesige See-Elefanten-Kolonie war dann aber doch absolut genial und die Klippen und tollen \u00dcbernachtungspl\u00e4tze wundersch\u00f6n. Von Vald\u00e9s aus wollten wir dann wieder zur\u00fcck zu den Anden. Die 500 km auf super Strassen waren ein leichtes und die w\u00fcstenhafte und Canyon \u00e4hnliche Landschaft bei super Wetter und vor allem windlosen Verh\u00e4ltnissen sehr sch\u00f6n. Im PN Los Alerc\u00e9s bei Esquel spannten wir mal wieder aus, genossen die Berge und den tollen Campingplatz und Alessandra spielte mit den vielen Kindern, die sich nun in der argentinischen Ferienzeit hier vergn\u00fcgten.<\/p>\n<p>Zur\u00fcck zu den Anden. &#8211; Bei so vielen Bergen kam doch glatt etwas Heimweh auf\u2026..! Ein Fondue in Bariloche, das half uns aus der Patsche und beim argentinischen Wein liessen wir es uns gut gehen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mit der F\u00e4hre ging\u2019s also auf die Insel Feuerland,<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":609,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"ngg_post_thumbnail":0,"footnotes":""},"categories":[8],"tags":[],"class_list":["post-377","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-amerika"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.bushcruiser.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/377","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.bushcruiser.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.bushcruiser.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.bushcruiser.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.bushcruiser.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=377"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.bushcruiser.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/377\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":610,"href":"https:\/\/www.bushcruiser.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/377\/revisions\/610"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.bushcruiser.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/609"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.bushcruiser.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=377"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.bushcruiser.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=377"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.bushcruiser.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=377"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}