{"id":1509,"date":"2018-03-17T11:51:49","date_gmt":"2018-03-17T09:51:49","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bushcruiser.ch\/?p=1509"},"modified":"2018-12-13T10:21:16","modified_gmt":"2018-12-13T08:21:16","slug":"kaokoveld-und-viel-nass","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.bushcruiser.ch\/?p=1509","title":{"rendered":"Kaokoveld und viel Nass"},"content":{"rendered":"<p>Das Kaokoveld ist der am wenigsten erschlossene Landesteil im Nordwesten Namibias. Wir nutzten einige schulfreie Tage um diese Gegend zu erkunden. Vor allem das letzte Naturvolk, die Ovahimbas, im s\u00fcdlichen Afrika, das zumindest teilweise noch authentisch lebt, wollten wir nach unserem letzten Besuch vor \u00fcber 20 Jahren noch einmal besuchen. Landschaftlich hat es uns wieder total fasziniert. Mit Marius Steiner, einem Namibier der schon seit 31 Jahren s\u00fcdlich von Opuwo lebt, fanden wir die Chance uns nochmals einen Einblick eines Himbadorfes zu verschaffen. Er spricht ihre Sprache und unterst\u00fctzt sie in vielen Bereichen wie Education und den Umgang mit dem grossen Spagat zwischen der modernen Welt, die auch im Norden nicht Halt macht (jeder hat bald ein Handy) und ihren traditionellen Werten. Sei es unsere Altkleidersammler-Ware die den Weg zu ihnen findet und ihnen ihre wundersch\u00f6nen, selbstgemachten Kleider ersetzen oder die grosse Frage, wie viel ihnen der Schulbesuch einen Zwang auferlegt, den sie mehr und mehr von ihrer Familie entfremdet und nicht zuletzt leider das AIDS in die D\u00f6rfer tragen. Fragen \u00fcber Fragen und Ansichten, die uns heute noch besch\u00e4ftigen. Marius animierte uns stehts, Bilder von diesen wundersch\u00f6nen Menschen zu machen. Er ist \u00fcberzeugt, solch ein Bild gibt es in 10 Jahren nicht mehr. Er liebt diese Menschen und m\u00f6chte sie vor weiteren Ver\u00e4nderungen schonen. Die Ver\u00e4nderung dieses Volkes war f\u00fcr uns wirklich einschneidend. Wir wussten, zu den Epupa-Falls am Kunene an der angolanischen Grenze wollten wir nicht mehr fahren, denn durch den Ausbau der Strassen vor einigen Jahren, hat der Tourismus leider viel zu viel Einfluss genommen. Aber diese grosse Ver\u00e4nderung auf einen ganzen Landesteil, dies h\u00e4tten wir nicht erwartet. Fragen zur Entwicklungshilfe und Sinn und Unsinn \u00fcber EU-Projekte, wie z.B. erstellen von 12 WC-H\u00e4user in einem Dorf f\u00fcr keine 12 Personen, obwohl die Himbas sich nie auf eine Sch\u00fcssel setzen w\u00fcrden und im Busch ihr Gesch\u00e4ft erledigen! Er setzt den gesunden Menschenverstand steht`s in den Vordergrund und gab uns immer wieder Anstoss, f\u00fcr uns selber die Antwort zu finden.<\/p>\n<p>Uns hatte die namibische Regenzeit im Norden voll im Griff. Nat\u00fcrlich nur positiv f\u00fcr die Bev\u00f6lkerung und die Landschaft, denn alle sind mehr als gl\u00fccklich und dankbar \u00fcber so viel Wasser. Einen Tag mehr bei Marius, den wir in seiner Dioptas-Mine verbrachten mit Steine suchen zusammen mit hunderten von Flederm\u00e4usen. Keine Besserung in Aussicht, die Strassen waren teils komplett \u00fcberflutet, die Fl\u00fcsse randvoll und in Angola waren die Niederschl\u00e4ge so ergiebig, dass man mit noch mehr Wasser in n\u00e4chster Zeit rechnen musste. Naturgewalten, die nicht zu kalkulieren sind! Wir mussten umkehren, erfreuten uns \u00fcber das Baden bei den Ongongo Hot Springs zusammen mit den vielen Wasserschildkr\u00f6ten und die bereits wieder heissen Temperaturen in Sesfontain und Palmwag. Das Wetter im S\u00fcden war viel besser, es gab also keinen Grund, nicht die K\u00fcstenpiste von Terra Bay bis nach Cape Cross zu nehmen. Die atlantische K\u00fcste zeigte sich von ihrer sch\u00f6nsten Seite und so konnten wir uns \u00fcber die \u00fcber 200 000 Seals am Cape Cross stundenlang erfreuen.<\/p>\n<p>Ein Abstecher ins Landesinnere zum Messum-Creater war dann nochmals etwas abenteuerlich und mehr als lohnenswert. Zwei Tage alleine auf einsamsten Pisten, das geh\u00f6rt einfach zu Namibia.&nbsp;<\/p>\n<p>Swakopmund zum Zweiten bei wunderbar angenehmen Temperaturen, Shoppingtouren durch die kleine City, Kennenlernen einer sehr netten Familie aus dem Yucon, die mit ihrer Tochter selben Alters wie Alessandra, sich f\u00fcr ein Jahr eine Auszeit nehmen und feinstem Essen direkt aus dem Meer. Leckerbissen vom Feinsten bevor es zu den grossen D\u00fcnen geht.<\/p>\nngg_shortcode_0_placeholder\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Kaokoveld ist der am wenigsten erschlossene Landesteil im Nordwesten Namibias. Wir nutzten einige schulfreie Tage um diese Gegend zu erkunden. 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