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Der Weg ist das Ziel

Weisse Wüste und Oasen



Um all diese Eindrücke von Luxor zu verdauen, machten wir uns auf den Weg in die Einsamkeit….

Um all diese Eindrücke von Luxor zu verdauen, machten wir uns auf den Weg in die Einsamkeit. Die Wüsten von Ägypten mit seinen immer ändernden Strukturen und Gesteinen, fanden wir als die abwechslungsreichste unser bis heute gesehenen Wüsten. Wir genossen es sehr, wieder mal ohne Konvoi zu fahren und einfach da wo es uns gefällt das Nachtlager aufzuschlagen um die Weiten und Stille zu geniessen. Die Oasen von Kharga sind nicht wirklich das, was man sich von einer Bilderbuch-Oase vorstellt. Es ist eher eine langgezogene fruchtbare Fläche, mit verschiedenen kleinen Dörfer und der Hauptstadt mit sehr guter Infrastruktur. Die Oasen von Dakhla haben uns schon besser gefallen. Die alten Häuser sind noch recht gut erhalten und es ist ein Genuss durch die Gassen zu schlendern. Am Abend hatten wir das Vergnügen mit Beduinen zusammen draussen in den Sanddünen am Feuer zu kochen und bei traditioneller Musik zu essen.
Nach einer schlaflosen Nacht mit Sandsturm (auch das muss wieder mal erlebt sein) fuhren wir weiter nach Farafra und in die Weisse Wüste. Dieser Wüstenabschnitt ist einfach unbeschreiblich schön. Was durch den Wind im schneeweissen Kalkstein so alles für Figuren entstanden sind, die sich mit der untergehenden Sonne in ein grandioses Licht rücken, ist einfach genial. Wir schlugen unser Nachtlager inmitten dieser riesigen Pilze auf und genossen bei langen Spaziergängen die herrliche Gegend. Am morgen aus dem Dachzelt zu kriechen ist wie wenn man in eine Märchenlandschaft steigt.
Von hier aus fährt man durch sehr interessante Felsstrukturen nach Bawati, das sich in der Oase Baharya befindet. Auch wieder eine Oase die nicht allzu viel zu bieten hat. Von hier gibt es eine direkte Verbindung zur Oase Siwa, damit man nicht den langen Weg über Cairo fahren muss. Man braucht für diese Strecke ein Permit, das man sich bei der Armee in Bawati leicht besorgen kann. Verschiedene Locals und Tourguides rieten uns von dieser Strecke ab, da sie sehr schwer zu befahren sei und auch in unserem Reiseführer wird sie als Reifenkiller bezeichnet. Irgendwie hatte ich keine Lust den bushcruiser wieder dermaßen zu quälen, aber wenn man den riesen Umweg auf der Karte betrachtet und wir wirklich gerne die Oase besuchen möchten sollten wir es doch riskieren. Irgendwie sind wir doch schon zulange auf afrikanischen Strassen gefahren, denn für uns war diese Strecke eine wahre Freude. Landschaftlich einfach genial und was schlechte Strasse angeht, könnte ich nur die zwei Stellen, wo sich Sanddünen auf der Strasse niedergelassen haben erwähnen. Es hatte sich gelohnt diesen Abstechen nach Siwa zu fahren, denn diese Oase ist wirklich die schönste von allen. An einem Pool inmitten von Palmen genossen wir zwei herrliche Sonnenuntergänge in wirklich eindrücklicher Umgebung.

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